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The Trial - Sei Zeuge im Process!

Biographie


The Trial wurde 1985 in Berlin gegründet und hat seitdem einen konsequenten Weg der Grenzenlosigkeit beschritten. Die Musik ist prinzipiell keinem Stil zuzuordnen, sondern entwickelt sich aus der Situation heraus. Sinn und Zweck von Musik sollte unseres Erachtens sein, sich mit etwas auseinanderzusetzen – bei The Trial sind das die Faktoren Ernsthaftigkeit, Kritik und Katharsis. Unabhängig davon, wie das musikalische Ergebnis klingt, wird sie von der Gruppe in der Regel im deutsch-türkischen New Wave verortet. Ganz im Sinne des Grenzen Sprengens, wird bei The Trial in unterschiedlichen Sprachen gesungen. Es sollte keine sinnlos trennenden und verandernden Grenzen geben, und das ist es, was die Gruppe seinem Publikum vermitteln möchte. Für die Freiheit!

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1985

Michael Strenge schreibt The Dreamer und The Trial wird gegründet, um ein Haar heißt die angedachte Band The Knife.
Die Trilogie Statements & Unanswered Questions, Book of Brilliant Things und Opus 3 wird angefangen, viele neue Ideen entstehen in der Sybelstraße. Ursprünglich war ein kleines Heft mit Mauer-Sprüchen (Murals) für die Berliner Mauer angefertigt worden – die Keimzelle des Ganzen.

1986

Ein Kunstkonzept entsteht, Johannes Kramarz lehrt in Hannover die Technik des Barrés, zusammen mit Marc Michael Kramarz entstehen Skizzen zu einem Song zur 750 Jahres Feier von Berlin.
Des nachts Krach mit akustischer Gitarre im Lietzensee-Park.
Während eines Brighton-Aufenthaltes wird der Auftritt in Berlin bedauerlicherweise abgesagt.

1987

Turbulentes Jahr, erste Tapeaufnahme, Corinna Borngräber zeigt das Flageolet, zusammen mit Michael Strenge wird das fiktive Konzeptalbum Statements & Unanswered Questions fertiggestellt.
Franz Kafka, Stephen King und Woody Allen zeigen uns den Sinn des Lebens.

1988

Großes Schicksalsjahr, Timur Liebscher ist der erste echte Klang- und Krachkünstler, mehrere wilde Tapes werden zwischen Januar und Februar in Berlin-Westend aufgenommen und zum Teil auch live präsentiert.
Die musikalisch intensivste Phase von The Trial feiert ihre Inkarnation, Frühwerke wie Gift und Lavenderblue Dream entstehen.
Umzug nach St. Blasien, dort Aufnahmen diverser Tapes mit befreundeten Musikerinnen und Musikern.
Timur gründet in Berlin zusammen mit Chris Rennier Shade Of Shambles

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1989

Neue feste Bandbesetzung im Kolleg St. Blasien, von Anfang an dabei: Thomas Warlo, kurze Zeit darauf stößt Pfeuti dazu, mehrere Tapes werden aufgenommen.
Rio Baader (mit dem gemeinsam noch die Metalband Flying Puke existiert) reagiert seine Alien Sex Fiend Begeisterung ab und leidet mit beim Gruftrock.

1990

Drei großartige Livekonzerte prägen dieses Jahr, nach dem ersten kommt es zur Flutkatastrophe in St. Blasien, das zweite ist das letzte gemeinsame mit Rio Baader, das dritte ist musikalisch ein fulminant brachialer Höhepunkt einer »Gruftrock«-Band (Fremdbezeichnung).
Emotionale Wirren der Beteiligten erhöhen den Authentizitätsfaktor.

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1991

Erste ernsthafte Depression in der Geschichte von The Trial, die Stadt Freiburg bietet einfach keine guten und seriösen Musiker für alternative Musik – eine schwere Zeit.
Bernd Möhrle wird Keyboarder und zweiter Kopf der Band. Komplettiert durch: Andreas Schwab als Trommler und Dominik Erhard als Bassist.

1992

The Trial erlebt eine Renaissance des abgrundtiefen Schaffens.
Im Herbst kommt es zum ersten Freiburger Konzert »Dokument«, welches einige Leute ernsthaft verstört, da es ausgerechnet auf einer Hochzeitsfeier stattfinden muß.
Bernd Möhrle stürzt gleichzeitig ab, so entsteht eine unbehaglich bedrohliche Synergie.

1993

Das Jahr ist äußerst konzertfreudig, es gibt live keine Gnade mehr, wozu Fassade?
Kurz vor dem ersten offiziellen Studiogang verläßt der Schlagzeuger Andreas Schwab leider die Band, Rainer Lamprecht von den damals in Freiburg recht angesagten Cubic³ spielt ersatzweise drei Stücke der Existence ein.
Karin Jehle und Jens-Jörg Mörs komplettieren das neue Team, doch die zwischenmenschlichen Risse, die seit 91 die Komponisten entzweien, führen zur endgültigen Trennung, The Trial wird in New Trial umbenannt und neu gegründet.

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1994

Der große Neuanfang nach der ›Lennon-McCartney‹-Phase, wie sie 91 bis 93 von Außenstehenden genannt wurde.
Nach einem äußerst kurzen Gastspiel bei den Sinking Sophies, kommt es zur Bekanntschaft mit Alois Thoma, der die Gruppe prägen soll wie kein anderer – im Guten wie im Schlechten.
Von der Gothic Band La Nuit wechselt Sven Kerzenmacher als Bassist zu New Trial.

1995

Äußerst aktives Jahr mit diversen Auftritten, die womöglich ihrer Zeit etwas zu voraus sind – unter anderem im Jazzhaus Freiburg. Während der sogenannte Crossover in den Medien abgefeiert wurde, prägte die Band eine Legierung aus Wave, Metal, Techno und Jazz, wie sie ein paar Jahre später äußerst (und fast schon unangenehm) modisch wurde.
Spannungen führen zum Auseinanderfallen der Formation, nachdem Alois die Gruppe verläßt.

1996

Das Aussteigen von Alois lähmt die Gruppe, Tobias Seiter, der Schlagzeuger, wird bis Ende des Jahres verpflichtet, weil ein Vertrag mit dem Cräsh in Freiburg besteht, danach trennen sich die Wege.
Abermals von der Gothic Band La Nuit kommt Mokko$ Vassallo als neuer Gitarrist.
Pfeuti fängt (Gott sei Dank) nach langer Abwesenheit wieder an, mitzuwirken.
Es kommt gegen Ende des Jahres in großer Besetzung zu einem Konzert im Cräsh, zwei Schlagzeugsets knüppeln die ansonsten extrem DAT-hörigen Pseudogrufties zusammen.
Aber die Lust am Spielen ist uns allen vergangen …

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1997

… und kommt auch nicht so schnell wieder.
Dennoch finden in Offenburg und Berlin einige Konzerte statt.
In Berlin spielt New Trial als Backing Band für Timur, der zwischenzeitlich Abraxas gegründet hatte. Der Auftritt markiert jedoch auch den Endpunkt von Timurs Abraxas.

1998

Das Jahr des Stillstands ist gekommen.
Mokko$ kümmert sich verstärkt um seine eigentliche Band Arbre Noir.
Sven beendet sein Bassistendasein und trennt sich von der Gruppe.
Nur Pfeuti denkt am Telefon noch an alte Zeiten.

1999

Es kommt zu einer Zusammenarbeit mit Alois und Tobias und ihrer Band Rose Hypnos – gemeinsam wird eine CD aufgenommen und produziert.
Das bis dahin wohl intensivste und schönste Konzert findet statt: Union/Konträr, ein Akustik-Set mit Mitgliedern aus alten Zeiten, unter ihnen Karin, Bernd, Sven und Alois – ein Abend, der ungewöhnlich harmonisch verläuft.
Mit Alois kommt es zur Aufnahme des sehr emotionalen Albums Nacht der Illusion.

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2000

»Jetzt-erst-recht« …
Mokko$ und Pfeuti sind einsatzbereit, und auch Karin bleibt uns nach dem Unionskonzert vorerst erhalten.
Die Aufnahmen zum Werk Dolunay fangen Ende des Jahres an.

2001

Das erste Stück der Dolunay, 1668, kommt als Auskopplung in einer leicht modifizierten Fassung auf den ersten dssg-Sampler.
Das gesamte Jahr über wird kontinuierlich aufgenommen.
Karin plant eine Eltern-Auszeit.

2002

Karin arbeitet noch weiter bis zur Fertigstellung des Dolunay Albums und hört dann vorerst mit der Musik auf.
Mokko$ zieht sich immer weiter in sein eigenes Projekt Arbre Noir zurück und läßt völlig offen, wie seine zukünftige Mitarbeit aussehen wird.
Diverse neue Stücke entstehen, vor allem wird die Geisterfahrer EP mit befreundeten Musikprojekten angegangen.
Musikalischer Höhepunkt ist Tinsmith & Crossbow, welches auf den dssg-Sampler 2 kommen soll.
Alles in Allem ist New Trial wieder aktiv, besonders gestützt auf die Eskapaden der beiden Altbandmitglieder αlabay und Pfeuti – wir werden sehen, was uns das Jahr 2003 bringen wird …

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2003

Tinsmith & Crossbow kommt als neuer Beitrag auf den dssg-Sampler 2.
Die Aufnahmen zum Statements & Unanswered Questions Album sind angegangen.
Mokko$ verläßt in gegenseitigem Einvernehmen die Band, um sich vollends seiner eigenen Musik zuzuwenden.
New Trial wird wieder zurück umbenannt in The Trial – 5 Jahre falscher Name hören endlich auf.
Die Collapse Series werden mit der Geisterfahrer EP angefangen.

2004

Die Geisterfahrer EP wird vollendet.
Statements & Unanswered Questions wird voraussichtlich dieses Jahr veröffentlicht.
Nach acht Jahren sind die Aufnahmen zum Lucifer Lux Album nun doch noch gestartet worden.

2005

Wir arbeiten am Lucifer Lux Album.
Das SUQ Album kann noch nicht veröffentlicht werden, weil das Mastern länger geht, als erwartet.
Die Band feiert 20 jähriges Bestehen!

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2006

Zwei Alben werden endlich fertig aufgenommen und gemischt: SUQ und Lucifer Lux – beides Doppelalben. Das erste komplett türkisch besungene Album ist angefangen: Tuz Katedrali. Ein Werk mit völlig neuen Liedern, nur ein einziges basiert auf einem alten Track von 1996.

2007

Das Jahr der Aufnahmen. Tuz Katedrali wird nun das erste voll und ganz türkisch gesungene Werk. Die erste Aufnahme hierzu fand am 24.12.2005 statt. Das ist das erste Album, auf dem mik@ richtig mitplant und mitarbeitet. Die Idee war sogar ursprünglich von ihm. Neben Pfeuti spielen diesmal auch Rodrigo Stange und Edgar van Amber als Gäste Schlagzeug. Und auch αlabay greift nach langer Zeit mal wieder zu den Stöcken beziehungsweise Besen, um selber ebenfalls live zu trommeln.
Ganz nebenbei entsteht auch noch Mimarlar … ein relativ elektronisches Industrial- und Experimental-Album. Die Hauptideen hierauf gehen auf Aufnahmen von Pfeuti zurück, die er bereits 1997 gemacht hatte. Lange Zeit waren die DAT-Bänder verschollen, dann tauchten sie hinter einem Schrank wieder auf.
Und was noch? αlabay tritt in diesem Jahr als Bassist zwei weiteren Bands bei: Van Amber, die zum Teil an die alten Tage von The Trial erinnern und punkigen Beat spielen und Hills of Cydonia, die progressiv rocken.

2008

Gleich in den ersten zwei Wochen entsteht das Theatermusik-Werk Feuerblume. Kurz vor Weihnachten 2007 gestartet, werden die Aufnahmen, Mixe und zwei live Musikuntermalungen des Theaterstücks in der KFH Freiburg in nur zwei Wochen absolviert.
Mit Üç küp leistet The Trial nach längerem wieder einen Beitrag für einen Sampler: Freiburg Tapes Volume 4.
Nach runden 9 Jahren tritt die Band für 15 Minuten im Freiburger Jazzhaus auf und spielt drei Stücke vom Tuz Katedrali Album: Kuzguncuk, Üç küp und Küçük bir hayat.

 
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2009

Oh was ein anstrengendes Jahr! Aber keines der Untätigkeit … das Tuz Katedrali Album wird endlich fertiggestellt. Insbesondere Hörer aus der Türkei sind sehr angenehm überrascht, was uns sehr freut.
Es gibt auch zwei neue Aufnahmen: Koş! (ein Electro/Industrial-Marsch) und Teneke & Tatarok (ein türkisches Remake des Mehter-Marsches Tinsmith & Crossbow).
αlabay glänzt mit Abwesenheit, und mik@ hat derweil vier Kompositionen am Start – das nächste Album soll unter seiner Regie stehen. Pfeuti ist beruflich viel unterwegs, und Lady Ophreusis braucht dringend Ruhe.
The Trial ist also intensiv im »Proceß« begriffen!

2010

Wie bitte? 2010 ist schon vorbei? Das war wohl das kürzeste Jahr in der Bandgeschichte. Aber ob es auch kurzweilig war? Viel passiert ist diesmal nicht. Ein/das neue Werk wird still angegangen, ja. Da The Trial nicht allzu viel Liveaktivitäten hervorbringen kann, gründet αlabay im September mit einem Musikerkollegen im Südwesten eine neue Band: unlustig! Und kurz nach dieser Gründung gibt es dann doch noch eine The Trial-Probe- und Livesession in Köln.

2011

Man könnte den Einleitungssatz von vorigem Jahr geradezu plagiieren. Das neu angegangene Werk heißt mittlerweile Hürriyet – knapp die Hälfte des Jahres ist darin investiert, danach war eine Pause angesagt. Und die Zeit vergeht …

2012

… und vergeht. 2012 ist ein sehr aufnahme- und mischintensives Jahr. Hürriyet nimmt immer mehr Form an. Nächstes Jahr dürfte es veröffentlicht werden. Bis dahin … aufnehmen und mischen.

2013

In diesem Jahr gibt es viel zu hören! Das türkischsprachige Album Hürriyet ist veröffentlicht. Danach folgt das Experimental-Album Köln Oturumu. Mit Postmortem wird anschließend Material von 1996/97 samt einer Neuaufnahme veröffentlicht. Zudem war es endlich an der Zeit, einige Alben neu aufzulegen und zum Download freizugeben: You’ll Never Fail Until You Stop Trying (1991), Nacht der Illusion (2001), Dolunay (2002), Mimarlar (2007), Feuerblume (2008) und Existence (1993). Pünktlich zu Sylvester folgt eine EP, die Mik@ mit Remixen von Stücken der Alben Hürriyet und Tuz Katedrali angefertigt hat: Esaret (Cologne Remix). Und zu lesen gibt es auch etwas: Dem Sakona Webzine wurde ein Interview gegeben. Noch etwas? Ja, das Album unlustig fängt an, Gestalt anzunehmen.

2014

Zuvor so viele Veröffentlichungen im vorangegangenen Jahr, und nun gar keine in diesem? Allerdings wird sehr viel aufgenommen und gemischt. Das Album unlustig ist fast fertig eingespielt und wird voraussichtlich im nächsten Jahr fertiggestellt sein. Mik@ und The Trial gehen ab Oktober getrennte Wege. Auf den nächsten zwei Werken werden jedoch noch Beiträge von ihm in homöopathischen Dosen zu hören sein. Und – es ist das Jahr vor dem Dreißigjährigen. Stanisław Lem nannte es: Nacht und Schimmel.

 
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2015

Das neue Album, diesmal deutschsprachig: unlustig. Pünktlich als verspäteter Aprilscherz. Und gleich danach ging es weiter mit Remixen, Überarbeitungen und Chimären aus der Staubeklektizismus-Schublade der letzten gut 15 Jahre. Das nächste Werk folgte zum 1. Advent und war instrumental: Ein Schiff wird kommen …
2015 ist das 30. Jahr von The Trial. Wir blicken zurück auf 30 Jahre Musik, Geräusche, Gefühle und Meinungen. Wer weiß, was die nächsten 30 Jahre bringen werden. So, wie sich die Welt in den letzten eineinhalb Dekaden entwickelt hat, können wir nur hoffen: hoffentlich keine Kriege!

2016

Kein neues Album, kaum Aktivitäten … aber unter alten Bandkollegen einiges an Konzertbesuchen, Privatbesuchen und ähnlichem. Das 2006er Album Lucifer Lux wird neu aufgelegt. Und: Die alte 1980er Jahre Trio-Besetzung trifft sich nach 27 Jahren wieder. Einfach so.
Das Kontemporäre bietet durchaus Material, wenn nicht sogar regelrechte Steilvorlagen, um wieder zynisch bitterbösen Kuschelgruftrock zu machen. Gut Ding will Weile haben. Atmen. Gären. Reifen.